Berichterstattung Christine Tawake                                                                                                                                         > Bilder zum Bericht

Lawaki, Anfang Juni 2012

Liebe Loloma Familie, Freunde und Gönner, gerne hoffe wir, dass ihr alle wohlauf seid?

Uns geht es gut hier in Beqa.

Ende Februar reiste Sam nach Suva. Dort traf er Margreth und Peter Long, die Gründer der Organisation „Children of Fiji“. Es ist für uns jeweils interessant mit dem Paar zu sprechen. Margreth und Peter kommen zweimal im Jahr nach Fiji um ihre Projekte anzusehen und zu kontrollieren. Es ist beachtlich, was in den letzten 10 Jahren so alles realisiert wurde.  Zu schreiben gab eine der letzten Aktionen, wo Strafgefangene in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis Kinderbücher in Braille Schrift konvertierten, welche dann hier der Organisation für Blinde geschenkt wurden.

Das Schulkomitee der Uluinakorovatu Primarschule hatte die Charity Organisation um finanzielle Hilfe gebeten, um Küchenutensilien anzuschaffen. Bisher wurden private Pfannen und Töpfe benutzt, was halt dann ab und zu zu Unklarheiten geführt hatte.

Die Bitte wurde positiv beantwortet. Sam, Margreth und Peter wollten nun zusammen möglichst effizient die 1‘800F$ (ca. 900 CHF)ausgeben und die offerierten Gegenstände einkaufen. Bald schon stellt sich das erste Problem: das Geschäft war für 3 Tage wegen Inventaraufnahme geschlossen. Also auf zum nächsten…

Am späten Nachmittag sind sie dann in Lawaki eingetroffen. Die ganze Kücheneinrichtung wurde vom Boot in unser Haupthaus geschafft. Am nächsten Morgen musste dann wieder alles aufs Lawaki-Delight-Boot verladen werden. Mit dabei waren noch 2 unserer Mitarbeiter. Freiwillig und in ihrer freien Zeit selbstverständlich. Es dünkt mich jeweils, dass jedermann und –frau immer gerne Hand anlegt, wenn es was für Loloma zu tun gibt. Es ist eine Ehre und Freude für die Menschen.

Im Village wurde wieder ausgeladen, dann - einer Parade gleich - ganz stolz zur Schule getragen, wo sich im Essraum alle hinein gezwängt hatten: die Offiziellen des Dorfes, die Lehrer, das Komitee, die 80 Schüler und alles was sonst noch Platz fand. Zusätzlich gab es noch die „Aussenplätze“, man konnte beim Fenster anlehnen und alles von draussen  mitbekommen.

Es war schönes Wetter. Die britischen Gäste wurden mit einer Salusalu (Girlande) geschmückt, welche die Ehrengäste  in der Masse hervorheben. Als einzige Weisse war das Hervorheben nicht unbedingt nötig, aber diese wundervollen aus frischen Blumen gearbeiteten Girlanden, wo die Blätter meist mit etwas Kokosnussöl bepinselt werden, damit sie glänzen und gut riechen, ist eine schöne und traditionelle Geste und vermittelt das unbeschreibliche Gefühl, bei Fidschianern Ehrengast zu sein.

Gegenseitiges Bedanken und Geschenke austauschen fand statt. Ein Meke (traditionelles Singen und Tanzen) von Jungen der oberen Klassen wurde vorgeführt, ein Meke auch von den Müttern vorgetragen. Dabei ist es jeweils so, dass sich die Tanzenden und Singenden selber so gut oder besser unterhalten als die Zuschauer. Es ist so viel Freude und Ausdruck zum Danke sagen dabei, so dass ich einmal mehr sagen muss: Fiji ist ein Gefühl, es ist schwer zu beschreiben.

Die Schule ist also nun gut ausgestattet und am 15.05.12 hat auch das „Boarden“ begonnen. Die Schüler der Klassen 5-8 aus dem Dorf Naiseuseu können nun in der Schule wohnen. Ein oder zwei Elternpaare werden auf die Kinder aufpassen, und vor allem für sie kochen. Die Klassen 1-4 fahren noch immer täglich mit dem Boot hin und her. Die Schüler aus Naceva wohnen bei ihren Eltern und Familien im Dorf.

Salome, meine Schwägerin welche in Naceva lebt, geht jeden „Loloma-Tag“ in die Schule, um zu schauen, dass alles rund läuft und bringt,  wenn sie zur Arbeit kommt, den Report: Ob genügend Essen da war, ob es etwas gibt, worüber man reden muss, usw.

Kürzlich hatten wir zwei junge Schweizer zu Besuch und machten einen Schulbesuch mit ihnen. Unterwegs trafen wir am Strand und dann im Dorf Menschen und erklärten wo wir hingehen und woher die Gäste kommen. Es war den zweien fast peinlich, als ihre Hand geschüttelt und für Loloma gedankt wurde.

Well, ich persönlich finde es schön, wenn gedankt wird, wenn diese Essen nicht als selbstverständlich angesehen, sondern als Geschenk angenommen werden.


Bis zum nächsten Mal senden wir liebe Grüsse und bedanken uns auch im Namen aller Beteiligten und „Profitierenden“ ganz herzlich für eure grosszügigen Spenden.

Loloma,
Christine & Sam Tawake-Bachofner


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